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Foto: Alfred Loschen

Orgelvesper in der Offenen Kirche St. Simeonis
mit Verabschiedung von Almut Buchholz

In den 4 Jahren seit Bestehen der monatlichen Orgelvesper an St. Simeonis war sie von Anfang dabei und hat diese zu einer festen Tradition gewordene kirchenmusikalische Gottesdienstreihe mit geprägt:
Almut Buchholz, mittlerweile frischgebackene Abiturientin und "Kirchenmusikstudentin in den Startlöchern". Vor Jahren hatte sie sich als Schülerin durch einen Zufall in die Offene Kirche St. Simeonis "verirrt": Von ihrem prominenten Orgellehrer, Domorganist Peter Wagner, war sie zum Üben in die katholische St. Mauritius-Kirche geschickt worden, dann aber "irrtümlich" in der evangelischen Schwesterkirche gelandet... Zum Glück, denn die Orgelvespern von und mit Almut Buchholz waren immer eine runde Sache - klar zugeschnitten auf das jeweilige Thema, mit originellen Einfällen und kreativen kompositorischen Beiträgen (eigene Choralbearbeitungen). Und immer war das besondere Profil der "evangelischen Schülerin des katholischen Lehrers" herauszuhören - in der Auswahl der gespielten Komponisten und Werke, wie in der Registratur und Art des Vortrags.

Die Orgelvesper im August stand passend zur Ferien- und Reisezeit unter dem Thema: "Von fremden Ländern und Menschen", mit der bekannten "Fernreise-Träumerei" aus Robert Schumanns "Kinderszenen", arrangiert
für Orgel, im Zentrum. Almut Buchholz hat in den Stücken dieser Orgelvesper, wie auch zuvor bei früheren Auftritten, deutlich gemacht, dass die Marcussen-Orgel von St. Simeonis von ihren damaligen Auftraggebern zwar ausdrücklich auf die klassische evangelische Kirchenmusik J.S. Bachs ausgerichtet worden ist, sich dennoch durchaus auch für das einfühlsame Spielen von Werken in der romantischen Aufführungstradition eignet. Zwei weitere Komponisten des romantischen Musikstils standen in dieser Vesper auf dem Programm: "Andante con moto g-Moll" von Felix Mendelssohn Bartholdy, sowie der "Huldigungsgesang (W'jeesoju). Zum Neujahrs- und Versöhnungstag" von Louis Lewandowski (1821-1894), dem bedeutendsten Vertreter der jüdischen Synagogalmusik des 19. Jahrhunderts.

Als Dank für die langjährige Mitarbeit im großen "Pool" der an der Orgelvesper engagierten Organistinnen und Organisten (die ihr Honorar für den Erhalt der Marcussen-Orgel spenden) erhielt Almut Buchholz, die demnächst im Studium leider nicht mehr zum Donnerstagstermin der Orgelvesper kommen kann, zum Schluss das passende Dankeschön in Form eines Büchergutscheins. Es ist zu hoffen, dass die Lücke, die sie in St.
Simeonis als Kirche ohne eigene(n) Kirchenmusiker(in) hinterlässt, durch andere "kirchenmusikalische Nachwuchskräfte" gefüllt wird.

Text: Pfarrer Andreas Brügmann