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Professor Dr. Andreas Müller.

Andreas Müller ist in Minden kein Unbekannter: Von 2003 bis 2009 war er Pfarrer im Entsendungsdienst im Kirchenkreis Minden und hat aus kirchenhistorischer Sicht die Zeit des Nationalsozialismus in Minden und Umgebung untersucht. Für seine Studie erhielt er 2010 den Geschichtspreis des Mindener Geschichtsvereins. Mittlerweile hat Müller einen Lehrstuhl für Kirchengeschichte an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel. In seinem Vortrag wird Müller die Bedeutung Philipp Melanchthons für die Reformation deutlich machen. Von seinen Zeitgenossen wurde Melanchthon auch "Praeceptor Germaniae" genannt (Lehrer Deutschlands). Im Jahr des Reformationsjubiläums wird zwar in erster Linie Martin Luthers gedacht. Für die Reformation hat Melanchthon jedoch eine wichtige Rolle gespielt. In vielen Punkten sei Melanchthon theologisch im Grunde moderner als Luther, meint Müller. Außerdem sei er kirchengeschichtlich auch deshalb von großer Bedeutung, weil er das reformatorische Gedankengut in die verschiedensten Länder Europas getragen und auf ökumenische Weise vermittelt habe. Müllers Vortrag am 17. Februar steht unter dem Titel "Melanchthon - der unbekannte Reformator" und findet statt um 19 Uhr im Herder-Gymnasium (Brüningstraße 2, 32423 Minden).