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Der Buß- und Bettag wird in den evangelischen Kirchen in Deutschland stets am Mittwoch vor dem letzten Sonntag des Kirchenjahres begangen.

Den ersten evangelischen Buß- und Bettag gab es 1532 in Straßburg als Reaktion auf die Türkenkriege. Insgesamt kam es dann im 16. und 17. Jahrhundert zu einer regelrechten Inflation von Buß- und Bettagen; 1878 gab es in den deutschen Ländern 47 Bußtage an 24 Terminen. Ein einheitlicher Buß- und Bettag wurde erstmals 1852 von der Eisenacher Konferenz vorgeschlagen, konnte aber nicht umgesetzt werden. Eingeführt wurde er von der evangelischen Kirche in Deutschland schließlich 1934. Mit Erlass von Adolf Hitler wurde er 1939 auf einen Sonntag verlegt und damit faktisch abgeschafft. Ab 1981 war er dann wieder in der ganzen Bundesrepublik Deutschland gesetzlicher Feiertag. Seit seiner Abschaffung im Jahr 1995, zugunsten der Finanzierung der Pflegeversicherung, ist er in Deutschland nur noch im Bundesland Sachsen arbeitsfreier Feiertag.

Die Gottesdienste werden daher jetzt häufig am Nachmittag oder Abend gefeiert. In diesen Gottesdiensten nimmt die Besinnung auf politische Verantwortung und die gemeinsame Beichte einen größeren Raum ein als sonst.
Nach evangelischer Auffassung meint Buße nicht, in Sack und Asche zu gehen, sondern Umkehr und Sinnesänderung.

Die liturgische Farbe des Buß- und Bettages ist violett.