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Pfingstrose

An Pfingsten feiert die Kirche die Ausgießung des Heiligen Geists und damit gleichzeitig ihren eigenen Geburtstag. Dass beides eng zusammengehört, dokumentieren schon die christlichen Glaubensbekenntnisse, in denen Heiliger Geist und Kirche in einem Atemzug genannt werden.
Das Pfingstfest selbst hat seinen Ursprung im jüdischen Festkalender, wo es zunächst als Fest der Darbringung der Erstlingsfrüchte (2. Mose 23,16) und später als "Wochenfest" (2. Mose 34,22) und (wohl erst in nachalttestamentlicher Zeit) 50 Tage nach dem Passah-Fest begangen wird (Apg 2,1).
Die Kirche feierte das Fest seit dem 4. Jahrhundert n.Chr. am 50. Tag nach Ostern, dessen Termin wie das Passahfest mit dem ersten Frühlingsvollmond zusammenhängt.

Der Name Pfingsten ist vom griechischen Wort Pentekoste (fünfzig Tage) abgeleitet. Zunächst feierten die Christen an diesem Tag nur das Ende der fünfzigtägigen Osterzeit, später die Himmelfahrt und schließlich bis heute die Ausgießung des Heiligen Geists auf die Jünger. Durch deren Predigt ließen sich 3000 Menschen aus aller Herren Länder in Jerusalem taufen und schlossen sich der christlichen Gemeinde an, wie am Ende des 2.Kapitels der Apostelgschichte geschildert wird. Damit ist Pfingsten auch der Gründungstag der Kirche. Der eine Geist verbindet seither Menschen mit unterschiedlichsten Gaben und Herkünften zu dem einen Leib Christi. Darin liegt das Wesen des Heiligen Geists und darauf gründet sich die Kirche. Wenn wir die heute sichtbare Gestalt der Kirche erneuern wollen, dann lohnt es sich, an Pfingsten sich ihres geistvollen lebendigen Ursprungs zu erinnern.
Dass niemand den Heiligen Geist für sich gepachtet und zur festen Verfügung hat, weder innerhalb noch außerhalb der Kirche, führt uns der Dreifaltigkeits- oder Trinititatissonntag nach Pfingsten vor Augen. Denn Vater, Sohn und Heiliger Geist sind untrennbar miteinander verbunden. Es sind Gott Vater und der Sohn, die den Geist wehen lassen, wo er will. Damit hat aber auch Gott selbst die Kirche mit seinem Geist begründet. Die Kirche kann sich gegen ihre Spötter an Pfingsten auf diese Gründung besinnen, die sie zur Gemeinschaft der Heiligen macht, was auch immer geistlose Menschen in der Geschichte im Namen der Kirche aus ihr gemacht haben.